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Rendite7 Min. Lesezeit

Brutto, netto, Cap Rate: Kurzzeitmiete-Rendite richtig rechnen

Warum eine 9 %-Brutto-Rendite oft eine 3 %-Netto-Rendite ist — und welche Zahl dein Banker eigentlich sehen will.

Drei Zahlen sind im Kurzzeitmiet-Markt im Umlauf, und sie meinen alle etwas anderes. Wer sie verwechselt, kauft das falsche Objekt.

Brutto-Rendite

Brutto-Rendite = jährliche Mieteinnahmen ÷ Kaufpreis. Schöne, große Zahl — aber sie ignoriert sämtliche Kosten. Sinnvoll nur für den allerersten Vergleich zweier Märkte.

Netto-Rendite

Hier ziehst du ab: Verwaltung, Plattform-Fees, Reinigung, Strom/Gas/Wasser/Internet, Versicherung, Wartung, Grundsteuer, Leerstand. In stabilen Märkten frisst das 35–45 % der Brutto-Einnahmen.

Cap Rate

Net Operating Income (NOI) ÷ Kaufpreis inkl. Nebenkosten. Das ist die Zahl, mit der Profis Immobilien vergleichen. Sie ignoriert Finanzierung — was sie für Cash-vs-Kredit-Entscheidungen ehrlich macht.

Rechenbeispiel: 220.000 € Wohnung in Valencia

  • Brutto-Mieteinnahmen: 24.000 € / Jahr
  • Brutto-Rendite: 10,9 %
  • Operative Kosten + Verwaltung: 8.800 €
  • NOI: 15.200 €
  • Kaufnebenkosten 12 %: 26.400 €
  • Cap Rate: 15.200 ÷ 246.400 = 6,2 %
  • Netto-Rendite vor Steuer: 6,9 %

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